40 Jahre Schulverein- 400 Jahre Ludwigsgymnasium. Sichtlich nur eine kurze Zeitspanne konnte der Schulverein die Schule begleiten. Und doch: 40 Jahre entsprechen im westlichen Europa statistisch einem halben Menschenleben. Die ehemaligen Gründungsmitglieder sind zwischenzeitlich Großeltern und Urgroßeltern, befinden sich im Ruhestand, einige sind verstorben, zuletzt der Gründungsdirektor Johannes Menard. Die meisten der Mitglieder des jetzigen Vorstandes drückten damals die Schulbank.
Wie die Geschichte des Ludwigsgymnasiums Spiegel der Zeit war, so war die Geschichte des Schulvereins Spiegel der Entwicklung der Schule und der Schulpolitik.
Was geschah nicht alles in dieser Zeit? Nach einer Periode des Wiederaufbaus nach dem Krieg, nur wenige Jahre nach der Angliederung des Saarlandes an die Bundesrepublik, begann die Zeit der Demokratisierung, des geistigen Wandels. Eltern drängten verstärkt auf Mitbestimmung bei der Erziehung ihrer Kinder in der Schule. Der “Elternbeirat“, die heutige Elternvertretung, erhielt immer mehr Mitspracherecht in der Schulpolitik und Schulverwaltung. Die Schülervertretung wurde gegründet. Die Oberstufe wurde reformiert. Die Schülerzahlen stiegen an, ab und wieder an. Ein neuer Sprachenzweig wurde eingeführt. Das frühere Gymnasium für Knaben hat zur Zeit eine weibliche Mehrheit.
All dies findet seinen Widerhall in der Geschichte des Schulvereins.
„ Am 25.11.1963, 20.00 h, haben sich die in der beiliegenden Anwesenheitsliste aufgeführten Damen und Herren im Ludwigsgymnasium Saarbrücken zur Gründung eines Schulvereins eingefunden ....“. So beginnt das Protokoll der Gründungsversammlung. Die 27 Damen und Herren waren Eltern und Lehrer der Schüler des Ludwigsgymnasiums. Zusammengeführt hatte sie der Wunsch, die Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus zu stärken. Die Räume der Schule sollten schöner werden; die Schule sollte mit guten Lehrmitteln ausgestattet werden; es sollte ein Umfeld geschaffen werden, das geistiges Arbeiten erleichtert und fördert. Ansporn zu guten geistigen und sportlichen Leistungen sollten Preise und Medaillen geben. Schüler wirtschaftlich schwächer gestellter Eltern sollten bei Fahrten finanzielle Hilfe erhalten. Weitere Ziele des Vereins sollten die Finanzierung der Veröffentlichungen der Schule und die Kontaktpflege mit den Ehemaligen sein.
Die Gründungsmitglieder wählten den vorläufigen Vorstand: Alexander Jungfleisch, Direktor der LVA, wurde Vorsitzender, der Vorsitzende des Elternbeirates, E. Klaer, wurde 1.stellvertretender Vorsitzender, Dr. H. Schlicker Kassenwart. Nach der “konstituierenden“ Versammlung entwickelten die Gründungsmitglieder eine rege Werbetätigkeit. Ehemalige und Eltern wurden angeschrieben und gebeten, Mitglied zu werden. Alle Schreiben des Schulvereins zierte ein Briefkopf des Studienrates Huschens, der wohl vielen als bemerkenswerter Saarbrücker Künstler bekannt ist.
Am 10.06.1964 rief der Schulverein seine Mitglieder zur ersten Mitgliederversammlung in die Aula des Ludwigsgymnasiums zusammen. 500 Mitglieder hatten sich eingefunden.
Die Saarbrücker Zeitung vom12.06.1964 berichtete: „Bundesaußenminister Schröder schickte als ehemaliger Schüler des Ludwigsgymnasiums der ersten Mitgliederversammlung des vor wenigen Monaten gegründeten Schulvereins telegrafische Grüße...“. Das Schulorchester unter Leitung von StR Demerath spielte Stücke von K.F. Abel, Orff und Telemann, OStR Menard hielt ein Referat über das Thema “ Schule und Elternhaus“. Ein festlicher Rahmen für die Wahl des ersten Vorstandes war entstanden. Vorsitzender wurde A. Jungfleisch, 2. stellvertretender Vorsitzender E. Appel,1. Kassenwart Dr. H. Schlicker, 2. Kassenwart Joseph Vogelgesang, Schriftführer Heinz Kölling, Beisitzer Sophie D. Rolshoven und F. Schlehofer. Ferner gehörten dem Vorstand der Schulleiter J. Menard und der Vorsitzende des Elternbeirats Paul Müller als 1. stellvertretender Vorsitzender an.
Es begann mit einem Blumentopf.
Ziel der Gründungsmitglieder war zunächst, den Schülern und Lehrern ein ansprechendes Umfeld zu schaffen. Aber dazu benötigte man Geld, das anfänglich nur sehr “bescheiden“ vorhanden war. So fertigte StR Wolfram Huschens zusammen mit Schülern 12 Blumenkästen aus Hartfaserplatten. Herr Weiß, der damalige Hausmeister, stellte Zinkeinsätze her, und wiederum Herr Huschens mit seinen Schülern verkleidete die Außenwände mit getriebener Kupferfolie. Biologielehrer StR Kremp übernahm die Bepflanzung.
Geht man heute durch die Flure und Räume der Schule, so findet man zahlreiche dieser Verschönerungsmaßnahmen des Schulvereins: Wechselbilderrahmen mit Zeichnungen, Drucken und Aquarellen der Schüler, Ausstellungsvitrinen, Stellwände, das Wandgemälde im Eingangsbereich, ein Produkt einer Projektwoche (Frau Allmers und Schüler). Die Sonnenuhr an der Außenwand der Aula entstand 1979. Das Gemälde an der gleichen Wand entstand in der Projektwoche 2002 unter Leitung von Frau Allmers.
Dem Schulverein gelang es früh durch die Vermittlung seiner Eltern, Sponsoren zur Beschaffung von Lehrmitteln zu gewinnen. Erste Spenden waren Geräte für die Physik und die Chemie durch Saarberg und Brown-Boveri.
1965 stellte der Schulverein aus eigenen Mitteln eine Siebdruckanlage, 1966 ein Fernauge (eine Art Fernsehkamera), 1967 ein Planetarium und einen Gaslaser zur Verfügung, der Beginn einer langen Liste von Stiftungen.
Der Schulverein will durch Preise gute Leistungen belohnen und fördern. Im April 1965 wurden die besten Schüler der Quarta, Untersekunda und Unterprima erstmalig ausgezeichnet. Der 4. Elternbrief berichtet davon: „Vor der Bühne in der Aula war ein Tisch mit Preisen aufgebaut, die der Schulverein gestiftet hatte. Mit ihnen wurden erstmalig besonders gute Schüler ausgezeichnet, und zwar für Leistungen in wissenschaftlichen Fächern. Oberstudienrat Dr. Saar stand vor dem Tisch; er rief die auszuzeichnenden Schüler auf, sagte ihnen ein paar persönliche Worte über ihre Leistung und ihren Preis. Herr Oberstudiendirektor Menard händigte ihnen den Preis aus. Die zuschauenden Schüler nahmen an dem Glück der Ausgezeichneten teil, indem sie jedes Mal Beifall klatschten. Es gab Bücher, aber auch Bastelkästen, Rechenschieber und anderes. 16 Schüler erhielten Preise. Alle Welt war froh...“. Heute zeichnet der Schulverein gute Abiturienten aus, vergibt aber auch Preise für soziales Engagement. Gute Leistungen im Sport werden mit Medaillen belohnt.
Nach dem Unterricht treffen sich interessierte Schüler und Schülerinnen mit betreuenden Lehrern in ihrer Sport-AG, zu Orchester- und Chorproben, zum Theaterspiel , zum Physikexperiment, in der Garten- oder Umwelt-AG. In diesen Gruppen finden die Schüler Gleichgesinnte, können versuchen, ganz spezielle Probleme anzugehen und zu lösen. Sicherlich stolz ist die Schule darüber, dass es immer wieder Sport-AGs gelingt, als Landessieger des Wettbewerbs “Jugend trainiert für Olympia“ nach Berlin zu fahren (Ruderer, Schwimmer, Basketballer). (vgl. hierzu den Beitrag von R. Weißmann)
Diese Jungen und Mädchen wollen natürlich in Schultrikots ihre Schule vertreten, die der Schulverein finanzierte.
Mehrfach konnten Schüler des Ludwigsgymnasiums bei “Jugend forscht“ erste Plätze einnehmen - zuletzt 2003 im Fach Physik. Selbstverständlich half der Verein bei der Beschaffung von Arbeitsmaterialien und Geräten.
Hirnjogging und gleichzeitiges Üben von sozialem Verhalten - Orchester, Chor und Theatergruppe sind dazu vorbildlich geeignet und sollten immer von einem Schulverein unterstützt werden. Notenmaterial, Musikinstrumente- der Flügel der Schule wurde durch einen Spendenaufruf des Schulvereins 1982 ermöglicht- Rollenbücher, Kostüme, Kulissen müssen gestellt werden. Theateraufführungen und Konzerte belohnen uns reichlich.
Im Oktober 1964 erschien unter Mitwirkung des Schulvereins der erste Elternbrief. J. Menard schrieb: „ Was wollen die Elternbriefe? Die Eltern haben ein Recht darauf zu wissen, was in der Schule ihrer Kinder vorgeht, und die Schule hat ein Interesse daran, dass die Eltern informiert sind.“ Der Elternbrief wurde zum Mitteilungsblatt über die Ereignisse des Schullebens, zum Forum der Elternschaft, berichtete über Sitzungen des Elternbeirates und des Schulvereins, Schulpolitik, personelle Veränderungen in der Lehrerschaft, über die Geschichte des Ludwigsgymnasiums. Der Schulverein finanzierte die Elternbriefe. Ehemalige und ausgeschiedene Lehrer erhielten die Elternbriefe über die Post, die Eltern über ihre Kinder. Die Elternbriefe waren kostenlos. 1964-1983 erschienen in loser Folge 47 Elternbriefe, ab dem Schuljahr 1983/84 die uns bekannten aufwendigeren Jahresberichte als Nachfolge.
1979 war der Schulverein Herausgeber der Festschrift anlässlich der 375-Jahr-Feier des Ludwigsgymnasiums.
Gleich nach der Gründungsversammlung warben die Mitglieder um Beitritt und Unterstützung der Ehemaligen. Mit großem Erfolg. Einer der Beisitzer führte eine Ehemaligenkartei, die schnell auf 250 Karten anwuchs. Die Ehemaligen erhielten die Elternbriefe zugesandt und lieferten ihrerseits Beiträge aus ihrer Schulzeit. Ein Ehemaliger konnte noch von seiner Schulzeit in der Friedenskirche und der Kaiserzeit berichten (Elternbrief 3). Der Bericht ist auch in dieser Festschrift abgedruckt.
Im Mai 1966 beschloss der Verein der ehemaligen Schüler des Ludwigsgymnasiums seine Auflösung und übertrug sein Vermögen auf den Schulverein.
Die Abiturienten 1967 sind erstmalig fast vollzählig in den Schulverein eingetreten. Jedes Jahr bittet der Schulverein um Beitritt der Abiturienten. Im jetzigen Vorstand sind der 2. Vorsitzende, Raimund Hirschfelder, und der Schulleiter, Dr. Heinz Paulus, ehemalige Schüler.
Mitgliederzahlen, Geldnöte, Satzungsänderungen, Änderungen im Vorstand, Raumnot
1963 hatten 27 Eltern und Lehrer den Schulverein gegründet. Wenige Monate später, bei der Mitgliederversammlung waren schon 500 Mitglieder versammelt. Bis 1968 stiegen die Mitgliederzahlen stetig bis auf 1020. In diesem Jahr besuchten über 1000 Gymnasiasten das Ludwigsgymnasium. Den in den folgenden Jahren rückläufigen Schülerzahlen entsprachen schwindende Mitgliederzahlen. 1987 zählte der Schulverein noch 200 Mitglieder. Mit Einführung des neuen Sprachenzweiges und der daraus resultierenden anwachsenden Schülerzahl erstarkte auch wieder der Schulverein. Der Schulverein hat jetzt wieder 550-620 Mitglieder. Durch die geringen Mitgliederzahlen und teilweise auch wegen schlechter Zahlungsmoral der Mitglieder wurde es für den Schulverein immer schwerer den berechtigten Wünschen der Schule zu entsprechen. Die Wende brachte 1975 die Bewerbung des Stiftes St. Arnual um die korporative Mitgliedschaft und einen Sitz im Vorstand. Eingedenk der historischen Verbindung zwischen Stift und Gymnasium und der kräftigen finanziellen Unterstützung durch das Stift wurde der Vertreter des Stiftes mit offenen Armen empfangen.
Die Schülervertretung war 1969 nach langen Geburtswehen gegründet worden. Sie äußerte den Wunsch, im Vorstand des Schulvereins Entscheidungen mitzutragen. Ab 1969 nahm der Schülervertreter an den Sitzungen teil. 1983 wurden durch eine Satzungsänderung der Schülervertreter und eine vom Stift zu nennende Person geborene Mitglieder des Vorstandes. Die Stellen der beiden Beisitzer wurden gestrichen. Die Amtszeit des Vorstandes wurde auf vier Jahre (zuvor 2 Jahre) festgesetzt.
Eine zweite Änderung 1995 erteilte dem Vorstand volle Verwendungskompetenz. Zuvor war der Vorstand nur zu Verfügungen zu Lasten des Vereinsvermögens berechtigt, die im Einzelfall 3000,- DM nicht überstiegen. Die Klausel über den kostenlosen Bezug der Elternbriefe wurde gestrichen. In den 40 Jahren seines Bestehens hatte der Schulverein nur vier Vorsitzende, die ich stellvertretend für die Vorstände nenne: Alexander Jungfleisch, Albert Seyler, Dr. Werner Strub , Dr. Helga Meiser.
Kassenführer: Dr. Hans Schlicker, Dipl. rer. oec. Willi Schmude, StR Dr. Jürgen Hannig, StR Walter Siewert, StR Rudolf Weis, OStR i. R. Helmut Brunotte. Dem jetzigen Vorstand gehören an: Dr. Helga Meiser als Vorsitzende, Raimund Hirschfelder als Stellvertretender Vorsitzender, Helmut Brunotte als Kassenführer, Petra Müller als Stellvertretende Kassenführerin, Edeltraud Brändle als Schriftführerin, Manfred Eisenbeis als Vertreter der Stiftsverwaltung, Christiane Hochstein als Schulelternsprecherin , Paul Hippchen als Schülersprecher , Dr. Heinz Paulus als Schulleiter. Frau Ursula Spang führt die Geschäfte des Pausenverkaufs.
Das jetzige Schulgebäude war 1950 für etwa 500 Schüler gebaut worden und konnte der bald weit höheren Schülerzahl schnell nicht mehr genügen. Eltern, Schulleitung und Lehrer forderten weitere Klassenräume und eine zweite Turnhalle. Die ärgste Raumnot wurde 1967 durch einen Pavillon, später durch Umzug der Oberstufe in das Comeniushaus gelöst. 1968 wurde die Aula so umgebaut, dass sie auch als Turnhalle zu nutzen war. Das war die billigste Lösung. Unter dieser Lösung leidet die Schule heute noch. Ein großzügiger, schöner Festsaal mit guter Akustik war zerstört worden. Um die Aula mit ihrer jetzt schlechten Akustik für Konzert, Musical und Theater nutzen zu können, musste viel getan werden. Der Schulverein stiftete 1993 eine Beschallungsanlage, in den folgenden Jahren weitere Mikrophone, Headsets und bewegliche Bühnenelemente. Im Schuljahr 2001/2002 haben Stadtverband und Schulverein zusammen feuerfeste Verdunklungsvorhänge für die Aula erworben. Es fehlt ein neuer Bühnenvorhang. Der Bühnenraum ist renovierungsbedürftig.
Mit den ersten Beiträgen finanzierte der Schulverein Kopien der Portraits der Fürsten Wilhelm Heinrich und Ludwig, die im 18. Jahrhundert dem Ludwigsgymnasium zu einer zweiten Blüte verhalfen. Ihre Bilder sollen an die lange Tradition des Ludwigsgymnasiums erinnern.
Übernommenes Erbe verpflichtet zur Erhaltung: Eine Bücherkiste mit älteren, wertvollen Exemplaren aus der alten Schulbibliothek konnte vor dem Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg gerettet werden. Ihr Inhalt wurde in den letzten Jahren von der Universitätsbibliothekarin Frau Dr. Preisberg, Mutter einer ehemaligen Schülerin, gesichtet und bewertet. Sponsoren und der Schulverein sorgen für die Restaurierung. (vgl. hierzu den Beitrag von U. Preißberg) Die humanistische Tradition des Ludwigsgymnasiums verpflichtet außer zur Förderung der Bildung auch zu sozialen Aufgaben. Die Elternschaft hat im Schulgebäude eine gemütliche Cafeteria für die Schüler eingerichtet. Der Schulverein kaufte weiteres Geschirr und übernahm 1995 die Trägerschaft des Pausenverkaufs.
1995 wurde der Nachmittagsbetreuungsverein für Schüler der Marienschule und des Ludwigsgymnasiums gegründet. Der Schulverein half bei der Einrichtung der Küche, beschaffte Spiele, Sportgeräte und Bücher. 1995-99 war der Schulverein Arbeitgeber einer ABM-Lehrkraft für die Nachmittagsbetreuung.
In den letzten Jahren besuchen vermehrt Schüler das Ludwigsgymnasium, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Voraussetzung für Integration und gute Schulleistungen sind gute Deutschkenntnisse. Der Schulverein finanzierte die Deutschkurse mehrerer Russlanddeutscher. Während des Jugoslawienkrieges besuchten mehrere kroatische Schüler vorübergehend das Ludwigsgymnasium und lernten mit Eifer Deutsch mit unserer ABM-Lehrkraft. Außerdem fanden Deutschkurse für ausländische Kinder in der 5. Klasse statt. Die Kosten dafür teilten sich die Eltern der Schüler und der Schulverein. In einem vereinten Europa werden Gedankenaustausch und Kennenlernen anderer Kulturen immer wichtiger. Der Schulverein unterstützt seit jeher den Austausch mit den Partnerschulen in Frankreich, der Schweiz, den USA sowie Kanada.
Johannes Menard sprach in seinem Referat über die Demokratisierung der Schule anlässlich der Mitgliederversammlung des Schulvereins im Dezember 1968: „ Eltern, die Mitglieder des Schulvereins sind, haben sich frei gemacht von der Vorstellung eines autoritären Zeitalters, nach der dem Staat alle Pflichten, aber auch alle Rechte gegenüber der Schule zukommen. Sie haben festgestellt, dass der Staat nicht mehr fähig ist, so für die Schule zu sorgen, wie die Erfordernisse der Zeit es verlangen, und sie haben daraus die Konsequenz gezogen und freiwillig Verantwortung auf sich genommen.“
Quellen: Akten des Schulvereins, Elternbriefe, Aufzeichnungen Dr. Werner Strub anlässlich der 35- Jahr-Feier des Schulvereins Dr. Helga Meiser, geb. Schmitt, geb. am 12.02.1946 in Heidelberg. Besuch der Volksschule und des St. Rafaelgymnasiums in Heidelberg. 1958 nach Umzug der elterlichen Familie nach Homburg/Saar Besuch des Staatlichem Mädchenrealgymnasiums Homburg/Saar. Dort Abitur 1965. Medizinstudium 1965-1970 in Homburg und Kiel. Dezember 1970 Medizinisches Staatsexamen in Homburg. Februar 71-72 Medizinalassistentin an den Universitätskliniken für Chirurgie und Innere in Homburg sowie in der Sozialpsychiatrie Sonnenberg in Saarbrücken. Promotion 1973. 1972-1989 Assistenzärztin in der Psychiatrie und Neurologie der Sonnenbergkliniken. 1971 Heirat mit Dr. med. Günter Meiser. Vier Kinder: Christian, Peter, Julia und Bernd. Elternsprecherin am Ludwigsgymnasium. Seit 1993 im Vorstand des Schulvereins, seit 1997 Vorsitzende des Schulvereins.
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Quelle: Dr. Helga Meiser