Geschichte

Das Ludwigsgymnasium ist das älteste Gymnasium des Saarlandes. Es wird in diesem Jahr 400 Jahre alt. Die Schule wurde offiziell 1604 vom damaligen Regenten, dem Grafen Ludwig, gegründet, geht aber auf eine ältere Lateinschule zurück. Diese hat in einer Stiftsschule ihren Ursprung, die dem Stift St. Arnual angegliedert war und erstmals 1223 urkundlich erwähnt wurde. Sie diente zur Ausbildung des Klerus und der Beamten.

Stiftsschule St. Arnual und Lateinschule in Saarbrücken

Als erster Schulleiter der Stiftsschule wird 1223 ein gewisser Scholasticus Konrad genannt. In den folgenden Jahrzehnten bleibt es still um die Schule. Erst 1569 wird im Inventar des Stiftes wieder das Schulhaus „An den Pforten" aufgeführt. Schulleiter war Matemus von St. Arnual. In der Folge der Reformation wurde das Stift zwar aufgelöst, aber Saarbrücken und St. Johann vereinbarten den Bau eines gemeinschaftlich zu nutzenden Schulhauses. Dieses wurde 1576 vollendet, und Pfarrer Rüdiger von Saarbrücken wurde die Schulaufsicht übertragen.

Das Gymnasium zu Saarbrücken

Bild: Fürst Ludwig

Die schulische Situation änderte sich entscheidend, als Graf Ludwig von Nassau-Saarbrücken (1602-1627) die Regierung übernahm. Unter seiner Regierung erlebte das nassau-saarbrückische Land in wirtschaftlicher und kultureller Beziehung einen außergewöhnlichen Aufschwung. So baute er an Stelle der alten Burg ein prächtiges Schloß im Renaissance-Stil. Die Lateinschule erweiterte er durch Aufnahme der Fächer Griechisch, Religion und Mathematik. Schulen mit einem solchen Fächerkanon und fünf Klassen, die auf die Universität vorbereiteten, nannte man Partikularschulen oder Gymnasien.
Im Sommer 1604 wurde das neue Gymnasium mit einer Feier in der Schloßkirche eingeweiht. Leiter wurde der Hesse Wilhelm Ursinus, ein hochgebildeter Mann mit ausgedehnten literarischen Beziehungen. Erst im Jahr 1620 stellte Graf Ludwig für das Gymnasium einen Stiftungsbrief aus. In ihm heißt es:
1. Die Schule wird staatlicher Aufsicht unterstellt.
2. Ihr Lehrziel wird durch Errichtung von fünf Klassen gegenüber der Lateinschule erweitert.
3. Der evangelische Charakter der Schule wird festgestellt. Alle fünf Lehrer müssen deshalb der Augsburgischen Konfession angehören. Sie haben neben ihrem Lehramt noch Pflichten als Seelsorger.
4. Die Schule wird von den Einkünften des Stifts St. Arnual unterhalten.
5. Zehn ärmeren, aber begabten Schülern wird der Schulbesuch durch Stipendien ermöglicht.

In der Folgezeit schwankte die Schülerzahl zwischen 50 und 100. Die Absolventen konnten eine Universität besuchen und danach im Kirchen-, Schul- oder Staatsdienst Verwendung finden. Für die Eltern bedeutete es eine große Erleichterung, daß sie für ihre begabten Kinder in Saarbrücken ein vollwertiges Gymnasium zur Verfügung hatten.

Während des 30jährigen Kriegs

Die Zeit des 30jährigen Krieges stellte die Existenz der Schule in Frage. In den ersten Jahren konnte der Schulbetrieb noch aufrecht erhalten werden. Nach Einquartierungen, Plünderungen, Teuerungen und Seuchen wurde sie vorübergehend geschlossen. Die Finanzquelle der Schule versiegte fast ganz, da die Einnahmen des Stifts auf ein Minimum sanken. Die Gehälter der Lehrer konnten nicht mehr bezahlt werden. Von den fünf Lehrern starben vier an der Seuche. Der übriggebliebene, der Schulleiter Johann Philippi (1635-1654), versammelte die wenigen Schüler in seiner Wohnung. Mit dem Saarbrücker Pfarrer Schlosser versuchte er die Tradition des Gymnasiums auch ohne Bezahlung aufrecht zu erhalten. Der Landesherr, Graf Wilhelm Ludwig, war vor den Kaiserlichen Truppen nach Metz geflohen.
Aber die Schule überstand den großen Krieg, wenn sie auch lange brauchte, um sich von den Kriegsfolgen zu erholen. 1674 ließ Graf Gustav Adolf die schulpflichtige Jugend erfassen. Sie war nicht sehr zahlreich: 34 Knaben, 33 Mädchen in Saarbrücken; 24 Jungen, 20 Mädchen in St. Johann. Von diesen 58 Jungen besuchten allerdings nur 11 das Gymnasium. Der Stadt ging es weiter schlecht:
1677 wurde sie von den Franzosen in Brand gesteckt. Die Folge war, daß der Unterricht völlig daniederlag. Erst allmählich stieg die Schülerzahl wieder an.
Zu Beginn des 18. Jahrhunderts hatte sich die Schule wieder erholt. Seine Blütezeit erlebte das Gymnasium zu Saarbrücken allerdings unter Fürst Wilhelm Heinrich, der, ausgestattet mit hohen geistigen und künstlerischen Fähigkeiten, das gesamte wirtschaftliche und kulturelle Leben des Landes auf neue Grundlagen stellte. Der Schule fehlte eine angemessene Unterkunft. Das alte Gebäude des Gymnasiums am Ostausgang der Altneugasse war baufällig geworden. Ein neues Schulgebäude wurde deshalb 1749 am Ludwigsplatz grundgelegt, dort, wo heute die große Freitreppe zur Eisenbahnstraße führt. Die Einweihung des Neubaus erfolgte 1759. In dieser Zeit besuchten etwa 80 bis 100 Schüler das Gymnasium. Der Fürst stiftete zwei Stipendien, gewährte Schulgeldfreiheit und erhöhte die Gehälter der Lehrer.
Allerdings erwies sich Wilhelm Heinrich für das Gymnasium nicht als großer Wohltäter. Er ließ schon 1767 den Mittelbau des Gymnasiums wieder abreißen, damit der Blick auf die Ludwigskirche frei wurde und man einen besseren Zugang zur Kirche erhielt. Die Schüler wurden in den beiden Seitenflügeln unterrichtet, zum Teil in den Lehrerwohnungen, die sich dort befanden. Später wurde der Unterricht in ein dem Stift St. Arnual gehörendes Haus am Ludwigsplatz verlegt, das als Schulgebäude ungeeignet war.
Ein neues Schulhaus konnte nicht errichtet werden, da Wilhelm Heinrich 1768 unter Hinterlassung eines großen Schuldenbergs starb. Die Schulverhältnisse waren wieder schlecht. Der Sohn Wilhelm Heinrichs, Fürst Ludwig, zeigte für Schulfragen wenig Verständnis und vertrat den bekannten Standpunkt, daß die Schule möglichst wenig Geld kosten dürfe.

Die Zeiten der französischen Revolution

In den unruhigen Zeiten der Französischen Revolution sank die Schülerzahl auf fast die Hälfte. Die Stiftseinnahmen wurden beschlagnahmt und die Lehrer erhielten nur ein kümmerliches Gehalt. Die aus dem brennenden Schloß geretteten Akten wurden 1793 in der Schule gelagert. Wieder fehlten Räume, so daß die Lehrer wieder in ihren Privatwohnungen die Schüler unterrichten mußten. 1795 wurde in den Schulräumen zusätzlich ein Lazarett der französischen Revolutionstruppen eingerichtet. 1798 gab es noch 35 Schüler. Nur noch drei Lehrer unterrichteten an der Schule, Unterrichts- und Sammlungsräume gab es nicht mehr. Da nach dem Frieden von Luneville (1801) die ehemalige Grafschaft französisches Gebiet geworden war, wurde das Gymnasium nach dem Muster französischer Schulen umgestaltet, es wurde zur Ecole secondaire.
Nach dem 2. Pariser Frieden (1815) kam die ehemalige Grafschaft Saarbrücken zu Preußen. Die Schule wurde preußisches Gymnasium, das einzige evangelische Gymnasium im Regierungsbezirk Trier. Der französische Sprachunterricht wurde als Pflichtfach beibehalten, weil für die Saarbrücker Bürger Französisch wegen der wirtschaftlichen Beziehungen zum Nachbarland notwendig war. Die Lehrer an der Schule waren immer noch evangelische Geistliche, die nebenbei Pfarrstellen versahen. Neues Schulhaus wurde 1820 nach einem Umbau das obere Stockwerk der Friedenskirche, ein Notbehelf für fast 70 Jahre. Ein Lehrerzimmer gab es nicht. Ein Schulhof war ebenfalls nicht vorhanden, da das Gebäude ringsum von Straßen umgeben war. 1825 wurde die erste Abiturprüfung abgenommen. Der Vorsitzende der Abitur-Prüfungskommission, Superintendent Hildebrand, schrieb, die Schule zeichne sich aus „durch eine umsichtige väterliche Direktion, durch gründliches Wissen der Oberlehrer sowie Gesetzlichkeit, Sittlichkeit und musterhaften Fleiß der Schüler". Damit war die Schule vollberechtigtes preußisches Gymnasium, für das 1828 die erste Schulordnung erlassen wurde. In den 20er Jahren ging die Schülerzahl zwar von 122 (1824) auf 79 (1827) zurück, doch 1834 besuchten 144 Schüler die Schule. Im Zentrum eines aufblühenden lndustriereviers fanden die naturwissenschaftlichen Fächer besondere Beachtung. Deshalb wurden auf vielseitigen Wunsch hin im Herbst 1836 drei Realschulklassen eingerichtet. Deren Bildungsabschluß entsprach allerdings nicht den Erwartungen. Nach der Errichtung einer Königlichen Provinzialgewerbeschule 1859 (seit 1882 neunklassige Oberrealschule, heute Otto-Hahn-Gymnasium) ließ man diese Klassen auslaufen und war seit 1874 wieder ein rein humanistisches Gymnasium.
In den Folgejahren besuchten immer mehr katholische Schüler das Gymnasium. Die Schulaufsichtsbehörde berief deshalb vereinzelt auch katholische Lehrer an das Gymnasium. Dies führte zu Konflikten mit der Stiftsverwaltung, die für die Beibehaltung des konfessionellen Charakters der Schule und für die ausschließliche Einstellung evangelischer Lehrer eintrat. Diesen Standpunkt konnte die Verwaltung allerdings nicht auf Dauer akzeptieren, so daß immer mehr katholische Lehrer angestellt wurden.
Die politischen Ereignisse des 19. Jahrhunderts haben das schulische Leben am Gymnasium nicht stark berührt. Die Jahre 1848149, 1864,1866 gingen ziemlich spurlos vorüber. Erst 1870 kam es zu Störungen. Die Schule wurde wegen der Kämpfe bei Spichern am 6. August einige Zeit geschlossen. Sie mußte in dieser Zeit auch Verwundete aufnehmen.
Der ungeheure Bevölkerungszuwachs im Saar-Industriegebiet machte die Gründung neuer Schulen notwendig. Das Gymnasium behielt jedoch weiterhin als altsprachliches, humanistisches Gymnasium seinen festen Platz.

Das Ludwigsgymnasium

Die Friedenskirche genügte immer weniger dem Platzbedürfnis der größer werdenden Schule. Deshalb wurde 1889 an der Hohenzollern- und Roonstraße mit einem Neubau begonnen, der 1892 mit 15 Klassenräumen für 490 Schüler bezogen werden konnte. Die Schule expandierte weiter und feierte 1904 ihr 300jähriges Bestehen. Mittlerweile wurden 600 Schüler von 29 Lehrern unterrichtet. Zwei Seitenflügel mit vier Klassenräumen wurden an das Haupthaus angebaut. Das bisherige Gymnasium zu Saarbrücken erhielt jetzt nach seinem Gründer den Namen Ludwigsgymnasium.
Während der dem 1. Weltkrieg folgenden Völkerbundszeit verlor das Stift St. Arnual 1920 sein Mitspracherecht in Bezug auf die Angelegenheiten des Ludwigsgymnasiums. Die örtliche Schulbehörde bearbeitete Fragen der Anstellung von Lehrern und der Ernennung des Schulleiters, ohne sich um etwaige Einsprüche der Stiftsverwaltung zu kümmern. Nach der Rückgliederung in das Deutsche Reich 1935 behielt das Ludwigsgymnasium als einziges Gymnasium im Saargebiet die Bezeichnung „Gymnasium". Es durfte diese Bezeichnung behalten, weil es zu den „Anstalten von besonderer Bedeutung" gehöre, gegen deren „Umwandlung mit Rücksicht auf eine ehrwürdige Überlieferung Bedenken bestehen", wie es in einem Handbuch heißt. Die Sprachenfolge war Latein-Griechisch-Englisch. Die anderen Gymnasien wurden in „Deutsche Oberschulen" umgewandelt.
1936 mußte die Schule ihr Gebäude an der Hohenzollernschule räumen und in das heutige Comeniushaus in der Keplerstraße umziehen. Die neue Unterkunft bot jedoch so wenig Raum, daß einige Klassen in einer benachbarten Schule untergebracht werden mußten. 1928-1937 besuchte der spätere Widerstandskämpfer Willi Graf das Ludwigsgymnasium und machte hier sein Abitur. Während der 1. Evakuierung des Saargebietes 1939/40 kam es zu Unterbrechungen des Schulbetriebes, die Schüler zerstreuten sich in die verschiedenen Evakuierungsräume und besuchten die dortigen Schulen. Im Herbst 1940 nahmen dann die Saarbrücker Schulen den Unterrichtsbetrieb wieder auf. Bis Ende 1942 konnte die Schule trotz des Kriegsgeschehens einigermaßen ordentlich arbeiten, doch später war wegen der ständigen Luftangriffe kein geregelter Schulbetrieb möglich. Bei einem solchen Fliegerangriff (am 5.10.44) wurde das Gebäude in der Keplerstraße völlig zerstört, und Direktor Karl Becker, der in diesem Gebäude seine Dienstwohnung hatte, kam mit Frau und Tochter ums Leben. Fast alles Inventar, darunter alte Dokumente und wertvolle alte Bücher, wurden ein Raub der Flammen.
Im Oktober 1945 ordnete die Französische Militärregierung die Wiederaufnahme des Unterrichts an. Das Ludwigsgymnasium mußte sich mit der Oberrealschule deren Gebäude am Landwehrplatz teilen. 1945-46 besuchten etwa 600 Schüler die Schule. Mangel an Lehr- und Lernmitteln, an Papier, Schreibmaterial und Schulbüchern, schlecht geheizte Klassenräume und schwierige Verkehrsverhältnisse beeinträchtigten den Schulbetrieb. Das Nebeneinander von Oberrealschule und Ludwigsgymnasium im gleichen Haus brachte viele Schwierigkeiten mit sich. Deshalb wurde ein Neubau in Angriff genommen. 1950 wurde das heutige Gebäude in der Stengelstraße eingeweiht. Es war der erste Neubau einer Schule nach dem Zweiten Weltkrieg im Saarland. Das 350jährige Bestehen der Schule wurde 1954 in einer schlichten Feierstunde im Beisein des damaligen Ministerpräsidenten und Kultusministers Johannes Hoffmann begangen.
In den 60er Jahren ging es mit der Schule schnell aufwärts. Sie hatte einen guten Ruf und die von der Schule vermittelten alten Sprachen hatten für viele Eltern einen hohen Stellenwert. Die Schülerzahl stieg auf fast 1000, die Zahl der Lehrer auf über 60. Die benötigten neuen Klassenräume wurden durch Neubau eines Pavillons auf dem Gelände der evangelischen Kirchengemeinde Alt-Saarbrücken und im evangelischen Gustav-Adolf-Haus gefunden.
Aber die Schülerzahl blieb nicht auf dem hohen Niveau. Pavillon und Gemeinde-
haus wurden deshalb aufgegeben. Doch die Oberstufe des Gymnasiums fand im Haupthaus keinen Platz und zog in das heutige Comeniushaus in der Keplerstraße um. Was den inneren Schulbetrieb angeht, so öffnete sich das Ludwigsgymnasium Reformbewegungen und beteiligte sich am Schulversuch „Oberstufe Saar" zur Erprobung des Kurssystems in der Oberstufe. In dieser Zeit wurden erstmals in das traditionelle Jungengymnasium auch Mädchen aufgenommen.
1979 wurde die Schule 375 Jahre alt. Dieses Jubiläum wurde mit einer Festwoche mit Festakt in der Kongreßhalle und Theateraufführungen feierlich begangen. Aber die Schülerzahl ging weiter erheblich zurück, bis auf etwas über 300 Schüler im Jahre 1990, weil immer weniger Eltern ihre Kinder mit Latein beginnen lassen wollten. Wegen der geringen Schülerzahl hatte das Kultusministerium schon 1985 den Wechsel der Oberstufe aus dem Comeniushaus in das Hauptgebäude verfügt. Um die Nachfrage nach dem Ludwigsgymnasium wieder zu beleben, wurde im Schuljahr 1991/92 neben dem altsprachlichen Zweig (Latein-Französisch-Englisch) ein zweiter, rein neusprachlicher Zweig (Französisch-Englisch-Spanisch) eingerichtet. Dieser Zweig wurde in jedem Jahr von der großen Mehrheit der Eltern für ihre Kinder gewählt und führte zu einem unerwartet großen Zulauf an Schülern in den Folgejahren.

Das Ludwigsgymnasium heute

In diese neue Blütezeit der Schule fiel auch die Übertragung der Gymnasien in die Trägerschaft der Landkreise; für das Ludwigsgymnasium und die anderen Gymnasien des Umfeldes bedeutete dies den Übergang in die Trägerschaft des Stadtverbandes. Daraus ergab sich eine erhebliche Verbesserung der Ausstattung der Schule und ihrer Bausubstanz. Zwei neue Säle wurden gebaut. Die Schule erhielt einen neuen Außen- und Innenanstrich sowie neue Fenster, die Toiletten wurden erneuert, ebenso die Funktionsräume der Physik, Chemie und Biologie, ein Informatikraum wurde eingerichtet. Unsere Kunsterzieher verschönerten das Schulgebäude durch Ausstellung von Schülerbildern, so daß die Schüler sich in ihrem Hause wohl fühlen.
Zur Zeit werden am Ludwigsgymnasium über 850 Schülerinnen und Schüler von mehr als 50 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet, wobei, für eine traditionelle Jungenschule erstaunlich, insgesamt mehr Mädchen als Jungen die Schule besuchen. Im Schuljahr 1999/2000 wird zum erstenmal in Zusammenarbeit mit dem Landessportverband eine Klasse mit erweitertem Sportunterricht eingerichtet.
Wir wollen unseren guten Ruf rechtfertigen. Im Mittelpunkt unseres Tuns steht der Unterricht. Aber vielfältige Aktivitäten bereichern und ergänzen unser schulisches Leben. Bei ihrer Verwirklichung hilft uns unser rühriger Schulverein. Er unterstützt uns immer dann, wenn der Schulträger kein Geld mehr zur Verfügung stellen kann. So ermöglichte er z.B. den Internet-Zugang der Schule.

Aktivitäten außerhalb des Unterrichts

Der erzieherische Aspekt hat für uns einen hohen Stellenwert. Deshalb bieten wir pädagogische Vorträge und Elternseminare an. Wir organisieren Schulfeste und führen für alle Schüler der Schule Projekttage durch, damit sie fachübergreifend und im Team lernen können. Damit die Schüler der Klassen 9 einen Einblick in das berufliche Leben gewinnen, gehen sie 14 Tage in ein Betriebspraktikum. Wir haben Schulpartnerschaften mit zwei Schulen bei Nantes und in der französischsprachigen Schweiz. Wir bieten eine Reihe von Arbeitsgemeinschaften an, wobei besonders die musikalischen in die Öffentlichkeit hinein wirken. Wir veranstalten Konzerte verschiedener Art, von besonderer Bedeutung ist dabei das jährliche Konzert des Schulorchesters in der Stiftskirche. Deren Eigentümer, der Verwaltungsrat des Stifts St. Arnual, fühlt sich heute noch mit der Schule verbunden und unterstützt sie.
Wir fangen allmählich an, uns auf die 400-Jahr-Feier im Jahre 2004 vorzubereiten. Diese Tradition unserer Schule verstehen wir als Verpflichtung, heute, in der Gegenwart, gut zu arbeiten, und zwar im Unterricht und außerhalb des Unterrichts. Wir sind eine sehr alte Schule, aber wir sind so jung, wie es unsere Schüler sind. Wir hoffen, daß der im Stiftungsbrief des Grafen Ludwig geäußerte Wunsch in Erfüllung geht: Für „unser Stadt Saarbrücken" soll „ein wohl bestellt Gymnasium und Landschul gehalten werden", und zwar „hinfüro zu allen Zeiten".

Autor:

Manfred Bohn/Manfred Eisenbeis