Der Physikunterricht an unserer Schule wird getragen vom Bestreben, den Schülern Natur- und Alltagsphänomene nahe zu bringen. Dabei legen die meisten Kollegen mehr Wert auf ein qualitatives Verständnis und ein sauberes Argumentieren in der Fachsprache als auf die rechnerische Lösung von Aufgaben. Ein wichtiges Mittel, den Schülern Freude an Naturwissenschaft zu vermitteln sind einfache, von Schülern leicht durchschaubare oder auch verblüffende Experimente. Im Anfängerunterricht (Klassenstufe 7 und 8) spielen dabei Schülerexperimente eine wichtige Rolle. Das Foto zeigt Schüler der ehemaligen Klasse 8LF beim Experimentieren am eigenen Fahrrad im Rahmen einer Unterrichtsreihe zum Hebelgesetz.
Im Oberstufenunterricht erleichtert dann ein modernes elektronisches Messdatenerfassungssystem das eher langweilige Aufnehmen und Auswerten langer Messdatenreihen.
Ein besonderes Highlight ist ein modernes Teleskop, mit dem interessierte Schüler im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft mehrmals pro Jahr Himmelsbeobachtungen durchführen können. Dieses robuste und einfach zu justierende Teleskop wird auch gerne von engagierten Kollegen mit ins Schullandheim genommen.

Experimente in Physik

Experimente in Physik
Mein Weg ins Lehramt war reichlich verschlungen. Als Schüler machte mir die Schule erst in der Oberstufe wegen der vielen Freistunden und Skatrunden Spaß. Trotzdem wollte ich nach dem Abitur in Sulzbach und dem Zivildienst zunächst Lehrer für Mathematik und Physik werden und alles besser machen als meine eigenen Lehrer. Die Berufsberatung riet jedoch dringend davon ab und so studierte ich Physik mit dem Ziel, Wissenschaftler zu werden. Nach dem Diplom wollte ich etwas Anwendungsbezogenes machen und in die Industrie gehen, aber der Arbeitsmarkt war viele Jahre "dicht". Zu meinem Ärger hieß es beim Arbeitsamt: "Wenn Sie Lehramt studiert hätten, könnten Sie sofort mit dem Referendariat beginnen". Aber mir schien das Erweitern des Mathematik- und das Nachholen des Pädagogikstudiums zu mühsam und ich entschied mich für eine Doktorarbeit in einem industrienahen Forschungsinstitut. Als abzusehen war, dass ich nach Beendigung der Doktorarbeit wieder arbeitslos sein würde, entschloss ich mich, meinem ursprünglichen Wunsch nachzugeben, studierte während der Mittagspause Mathematik und nach Feierabend Pädagogik und bekam im Sommer 1997 sofort eine Referendarstelle. Damit begann ein arbeitsreiches Jahr. Meine Frau und ich hatten gerade ein Haus gekauft und so war ich morgens in der Schule, mittags renovierte ich das Haus und abends stellte ich meine Doktorarbeit fertig. Im März 1998 beendete ich meine Promotion. Gleichzeitig zogen wir ins neue Haus. Damit kehrte wieder etwas Ruhe in meinen Tagesablauf zurück, so dass ich nun wieder Zeit für meine Familie habe. Im Juli 1999 beendete ich mein Referendariat und bin seit Beginn des Schuljahres 99/00 hier am Ludwigsgymnasium.
Mein größtes Anliegen ist es, den Schülern im Physikunterricht etwas von meiner Freude am genauen Beobachten der Natur und am Erklären scheinbar einfacher, alltäglicher Phänomene zu vermitteln.
Ich bin verheiratet und habe zwei Kinder (Johannes und Helena). Die schönste Tageszeit für mich ist der Abend, wenn ich meine Kinder ins Bett bringe, ihnen Geschichten erzähle, mit ihnen Gitarre spiele und singe.