Chemie ist wenn es kracht und stinkt,
das erwarten zumindest die Schüler von einem spannenden Chemieunterricht. Sicherlich sind es auch die Experimente, die den Chemieunterricht so spannend und aufregend machen. Aber warum?
Schließlich wird nicht jede Stunde eine Explosion vorgeführt. Das wäre doch auch sehr langweilig, oder?
Was macht den Chemieunterricht also so interessant? Sind es wirklich die Experimente oder nicht doch vielmehr die Fragestellungen, welche mit Hilfe der Experimente ergründet werden sollen? Wen interessiert es denn nicht, was Luft und Wasser eigentlich sind, was Chlor im Schwimmbad für eine Substanz ist, wie ein Chinaböller funktioniert, wie die Stoffe in unserer Umwelt aufgebaut sind, warum eine Batterie Strom liefert, warum die Seife wäscht oder was Benzin ist und warum man damit Auto fahren kann.
Wenn man diese spannenden Fragen nun auch noch selbständig, mit Hilfe von Experimenten, in Form von Lernzirkeln und an realen Gegenständen erforscht, dann kann man wirklich von einem spannenden Unterricht sprechen – auch wenn es mal nicht knallt und stinkt.
Seit Beginn des Schuljahres 2002/2003 unterrichte ich am Ludwigsgymnasium die Fächer Chemie und Erdkunde.
Nach einem zweijährigen Referendariat in der „Emigration“ in Hessen (Viernheim) hat es mich dann doch wieder zurück ins Saarland gezogen, auch wenn die Berufsaussichten damals für meine Fächerkombination nicht allzu rosig waren. Es folgte eine kurze Vertretungsstelle am Gymnasium am Krebsberg in Neunkirchen, wo ich mein Abitur abgelegt habe und einen meiner jetzigen Chemie-Kollegen bereits als Lehrer erleben durfte. Danach verschlug es mich vertretungsweise an die Grundschule, u. a. nach Elversberg, was den Vorteil hatte, dass ich zu Fuß in fünf Minuten in der Schule war.
Die Umstellung konnte also nach den Sommerferien fast nicht größer sein. Inzwischen habe ich mich aber dank der Hilfe vieler Kolleginnen und Kollegen am LG schon gut eingelebt. Zur Zeit bin ich fleißig am Namenlernen und möchte um Nachsehen bitten, wenn mir der eine oder andere Name mal nicht gleich einfallen sollte. Ich gebe mein Bestes!
Verwurzelt bin ich in Spiesen-Elversberg, wo ich mit meiner Frau und meiner Katze Jojo wohne. Relaxen kann ich am Besten im Garten oder auf dem Fahrrad. Mit meinem Drahtesel klappere ich dann meist den Bliesgau oder das benachbarte Frankreich ab.