Margret Wilhelm
Im Rahmen der DELF-AG (Delf = diplôme d´études en langue française) geht es um den Erwerb von international anerkannten Sprachdiplomen in Französisch. Seit September 2005 bietet das Centre International d´Etudes Pédagogiques (C.I.E.P.) in Sèvres bei Paris das DELF scolaire an. Dieses Zertifikat wurde im Auftrag des französischen Erziehungsministeriums entwicklelt und besteht aus 4 Stufen (A1, A2, B1 und B2 (B2 = Abiturniveau)), die den Stufen des europäischen Referenzrahmens (GeR) entsprechen. Das DELF scolaire kann nur dort angeboten werden, wo eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Kulturabteilung der französichen Botschaft und den örtlichen Schulbehörden besteht. Dies ist im Saarland der Fall. Die Prüfungen finden in Saarbrücken zweimal im Jahr statt. Die Anmeldung erfolgt durch die Schule. Die Gebühren werden durch die französische Botschaft in Zusammenarbeit mit den örtlichen Schulbehörden festgesetzt.
Die DELF-AG an unserer Schule bereitet die Schüler in zusätzlichen Französischstunden am Nachmittag auf die Prüfungen vor. Unser Schulleiter Herr Dr. Paulus nennt die Teilnehmer der DELF-AG gelegentlich ´Delphine´, denn der Delphin ist in vielen Lehrbüchern aufgrund eines Wortspiels das Symboltier für DELF-Übungen und DELF-Prüfungen geworden. Delphine sind bekanntlich sehr intelligent. Biologen bestätigen ihnen ein "vielfältiges Lautinventar und interessantes Verhalten" (Knaurs Lexikon).
Wer nun neugierig geworden und wissbegierig ist sowie Lust am Umgang mit Sprache hat, der möge in die DELF-AG am Ludwigsgymnasium kommen.
Soyez les bienvenu(e)s!
G. Biwersi

Beispiel eines Französisch-Sprachzertifikates
Jetzt bin ich schon fast zwanzig Jahre Lehrerin am Ludwigsgymnasium... Da wird es Zeit, dass ich mich an diesem Ort der vielen Möglichkeiten vorstelle.
Hallo, Ihr Ehemaligen! Vielleicht lasst Ihr mal von Euch hören! Wie Ihr wisst, interessiere ich mich sehr dafür, wie es Euch geht, was aus Euch geworden ist, ob das Klassenteam noch zusammenhält, wofür Ihr Euch heute interessiert, was ihr lest, ob Ihr Kinder habt...?
Meine gegenwärtigen Schüler kennen mich, vielleicht zu sehr? Da brauche ich mich nicht vorzustellen. Viele Gegenwärtige kennen mich auch vom deutsch-französischen Austausch mit Savenay oder von der Schülerbücherei.
Den zukünftigen Schülern sei Folgendes gesagt: Ich bin ein Nordlicht aus Hamburg, habe dort wie auch in Tübingen und München studiert, in München 9 Jahre lang gelebt, bevor ich mich in der saarländischen Mitte einpendelte, wo es mir auch gut gefällt. Ich mag das Leben auf der deutsch-französischen Grenze! Dazu passen ja auch meine Fächer Deutsch und Französisch.
Im Übrigen bin ich verheiratet und habe drei erwachsene Töchter. Als die Drei noch Schülerinnen waren, wusste ich immer ziemlich genau, was die Jugendlichen ihres Alters so gerade dachten, was gerade "in" war. Diese Zeiten sind jetzt vorbei, aber ich hoffe, immer noch einen ganz guten Draht zu Jugendlichen zu haben.
Als Lehrerin gehöre ich zu den von den Medien als selten eingestuften Exemplaren, die auch nach vielen Jahren Berufserfahrung ihren Beruf noch sehr gerne ausüben. Das hat natürlich auch damit zu tun, dass ich die Atmosphäre an unserer Schule als angenehm lebendig und aktiv empfinde und dass es viele engagierte und nette Kollegen gibt, mit denen ich auch privat befreundet bin.
Wie ich meine Zeit verbringe, wenn ich gerade mal keine spannenden Aufsätze korrigiere?
Ich treffe gerne meine Kinder und Freunde, lese viel (meine Schüler amüsieren sich darüber, dass ich mich für fast jede Lektüre begeistern kann!), liebe das Kino (zu Zeiten des Ophüls-Festivals läuft die Schule nebenher!), singe im SEL-Chor der Schule und fahre viel in der Welt herum, z.T. auch mit dem Fahrrad oder Tandem.
Was ich mir für die folgenden Berufsjahre wünsche? Eigentlich, dass es auf gewisse, oben angedeutete Weise so weiter geht wie bisher, dass aber auch noch einiges Neue auf mich zukommt wie in den letzten Jahren die Projekte "Lions Quest", "Jugend debattiert" oder das Methodentraining!
(...wird fortgesetzt (Red.))