Seit 2006 besteht ein Austausch zwischen unserer Schule und der Shaker High School in Latham, New York, USA, dessen erster Durchlauf im Oktober 2006 durch einen Besuch einer Gruppe deutscher Schüler in Amerika begonnen wurde und durch den Gegenbesuch der amerikanischen Gruppe im Februar 2007 in Saarbrücken seinen Abschluss fand. 2008/09 führten wir zum zweiten Mal mit großem Erfolg diesen Austausch durch. Es hat sich eingespielt, dass die deutsche Gruppe in geraden Jahren die USA besucht und die Amerikaner dann im folgenden Februar (ungerade Jahre) Saarbrücken einen Besuch abstatten. Im Moment befinden wir uns in der Planungsphase für den 3. Austausch 2010/2011. Wir hoffen sehr auf eine Fortführung des Programms in der Zukunft mit weiteren Schülergruppen.
Die folgenden beiden Berichte fassen den letzten Austausch 2008/9 zusammen. Die Fotos geben einen kleinen Eindruck von der Stimmung beim Besuch der Amerikaner im Februar 2009 wieder.
Zum zweiten Mal bietet das Ludwigsgymnasium einen Schüleraustausch mit der Shaker High School in Latham nahe Albany, der Hauptstadt des Bundesstaates New York, an. Nach dem großen Erfolg dieses Projektes 2006/07 fand unser Besuch mit 22 Schülerinnen und Schülern in den USA Ende September / Anfang Oktober 2008 statt.
Unsere positiven Eindrücke und Erfahrungen, die wir von unserem Besuch vor 2 Jahren dort sammeln konnten, bestätigten sich dieses Mal nicht nur, sondern verstärkten sich um ein Vielfaches. Wir wurden von unseren amerikanischen Kollegen mit überaus freundschaftlicher Herzlichkeit empfangen, und man bot uns in den 2 Wochen des Aufenthalts ein sehr gut organisiertes, abwechslungsreiches Programm. Höhepunkt dieses Besuchs war für die Schüler natürlich die Fahrt nach New York City. Aber auch der Alltag an einer High School, das Leben in einer amerikanischen Familie und Einblicke in verschiedene Bereiche des amerikanischen Bildungswesens, inklusive der Besuch eines College, waren sehr bereichernd sowohl für die Schüler als auch wieder für uns Lehrer. Die Zusammenarbeit zwischen deutschen und amerikanischen Kollegen funktionierte hervorragend und die Gastfreundschaft der Amerikaner war überwältigend.
Wir sind überzeugt, dass die Shaker High School an einer fortdauernden, langfristigen Partnerschaft mit dem LG sehr interessiert ist, und wir wollen alles dafür tun, diese Freundschaft zu erhalten und zu pflegen. Die vielen positiven Erlebnisse der Schüler und die zahlreichen guten Rückmeldungen nach unserer Reise bestätigen uns in dieser Absicht und entlohnen uns für den doch beträchtlichen Arbeitsaufwand, der mit der Organisation und Durchführung eines solchen Austauschs verbunden ist. Wir sind sehr stolz auf diesen Austausch, der unser schulisches Angebot in maßgeblicher Weise erweitert.
Jörg Leistenschneider und Jutta Bost
"Berlin! Berlin! Wir fahren nach Berlin...!" hieß es zu Beginn des Rückbesuchs unserer 22 amerikanischen Austauschpartner im Februar 2009. Denn dort verbrachten sie drei Tage, um die deutsche Hauptstadt und das Leben in Deutschland erkunden zu können. Nach verschiedenen Besichtigungen diverser Regierungsgebäude und Museen hieß es dann allerdings sonntags "Saarbrücken ist viel schöner als Berlin!" (was uns immer wieder glaubhaft versichert wurde!!), und unsere Austauschpartner traten die Reise von Berlin nach Saarbrücken an. In Zweibrücken angekommen, war die Wiedersehensfreude bei allen Beteiligten sehr groß, auch wenn die Amerikaner ziemlich erschöpft wirkten, als sie mit uns nach Hause fuhren.
Am nächsten Morgen, wieder gut erholt, wurde die amerikanische Gruppe von Herrn Dr. Paulus herzlich empfangen, ehe die Schüler uns in den Unterricht begleiteten. Für den Nachmittag organisierten wir einen Stadtbesuch mit Einkaufsbummel und anschließendem Billardabend, was unseren Austauschpartnern sehr gut gefiel. In den folgenden Tagen besuchten unsere Austauschschüler weiterhin mit uns den Unterricht, bevor sie zu außerschulischen Aktivitäten aufbrachen, um unsere Stadt und die Region besser kennen zu lernen. Dafür wurden zum Beispiel das Historische Museum sowie das Saarbrücker Schloss besucht.
Um den Kulturschock zu verarbeiten, planten wir weitere verschiedene Aktivitäten, die der Unterhaltung dienten. So trafen wir uns z.B. im Eiscafé, zum Kartfahren, zu Spiel und Spaß bei einigen unserer Klassenkameraden oder fuhren nach Neunkirchen zum Shoppen.
Eines der Highlights des Besuchs der Amerikaner war sicherlich die Ganztagesfahrt nach Heidelberg zusammen mit den deutschen Partnern. Dort angekommen stand eine Führung durch die Heidelberger (Alt)Stadt auf dem Programm und anschließend eine Besichtigung des Heidelberger Schlosses. Dieses ist zwar teilweise eine Ruine, trotzdem (oder gerade deshalb?!) hat es unsere Austauschgruppe fasziniert und gespannte Blicke auf sich gezogen. Mit der anschließenden Shopping Tour durch die Heidelberger Stadt endete aber auch dieser Ausflug viel zu schnell, und wir mussten uns wieder Richtung Saarbrücken aufmachen. Bei unserem Heidelbergbesuch wurde der körperliche Unterschied zwischen den Amerikanern und uns Deutschen deutlich sichtbar: Während uns das viele Laufen nur wenige Probleme bereitete, war das Potential der Amerikaner schnell ausgereizt und Erschöpfung machte sich breit...
Der darauf folgende Freitag war für den Besuch der Grundschule Am Ordensgut reserviert, der rege Begeisterung sowohl bei den kleinen Deutschen als auch bei den großen Amerikanern hervorrief. Am Mittag fand dann noch der Stadtrundgang statt, der wegen des schlechten Wetters von Dienstag auf Freitag verschoben worden war. Freitagabend offenbarten wir unseren Gästen eine bis dato neue Welt: Wir zeigten ihnen die "Partyszene" in Saarbrücken, indem wir sie ins "Nachtwerk" einluden.
Das einzige Wochenende des Besuchs in Saarbrücken wurde ganz individuell gestaltet. Dennoch nutzte die Mehrheit der Gruppe den Samstag für eine Paris-Exkursion, um den Amerikanern eine weitere europäische Kultur zu zeigen. Viele amerikanische Schüler hatten vor ihrem Deutschlandbesuch die USA noch nie verlassen.
Die neue Woche begann für unsere Partner mit dem Besuch des Weltkulturerbes "Völklinger Hütte", dessen Dimension und Ausstrahlung die Amerikaner faszinierte. Um unseren Gästen ein Stückchen Heimat zu bieten, trafen wir uns am Montagabend in Güdingen zum Bowling, was ebenfalls mit großer Begeisterung angenommen wurde.
Der Dienstag sah eine Ganztagesfahrt nach Trier vor, auf der die Amerikaner viel über die Stadt und ihre berühmten Gebäude erfahren konnten. Am Abend, wieder in Saarbrücken angelangt, besuchten wir gemeinsam den "Pizza Hut", um uns beim "All you can eat" den Bauch voll zu schlagen.
Für den Mittwoch, den letzten kompletten Tag des Besuchs in Saarbrücken, war nichts Besonderes mehr geplant. Nach dem Unterrichtsbesuch trafen wir uns, zusammen mit unseren Familien, am Abend im Musiksaal, um das Ende des Austausches und den Abschied gemeinsam zu feiern. Neben Essen und Trinken wurden Erinnerungsfotos geschossen und Dankesreden gehalten.
Da zur gleichen Zeit die Unterstufenfaschingsparty am LG stattfand, nutzten ein paar Amerikaner und Deutsche die Chance, nochmals richtig Spaß auf der Tanzfläche haben zu können. Der inoffizielle Abschiedsabend fand im Anschluss an die Feierlichkeiten im Coyote Café statt, wo wir den Austausch bei ein paar Cocktails ausklingen ließen.
Der traurigste Part des Austausches folgte am nächsten Morgen, als wir uns um 5 Uhr an der Schule trafen. Die ersten Tränen konnten nicht mehr zurückgehalten werden, da uns allen auf einen Schlag bewusst wurde, dass dieser Abschied ein Abschied für längere Zeit bedeuten würde.
Trotz der Traurigkeit über das Ende des Austausches können wir sagen, dass uns diese Zeit reichliche und wertvolle Erfahrungen beschert hat: "Through the years we'll all be friends, wherever we may be!"
Ann-Kathrin Lang, Sandra Sauerbier, Fabian Schüßler, Klasse 12

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